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Erfurt, 23.05.2026 Erstes echtes Sommerrennen Nun kommt urplötzlich der Sommer, nachdem es eine Woche
vorher auf den Höhen des Thüringer Waldes noch winterlich war. Durch das Funtreffen war ich noch in Erfurt, um erst nachmittags heimzufahren. In den Geraauen, einem früheren Gartenschaugelände entlang
der Gera im Norden der Landeshauptstadt fand der 6. “WBG Zukunft Geraauelauf” statt, eine relativ junge Veranstaltung mit Eventcharakter. So fuhr ich eben noch mal mit der Tram hinaus nach Rieth.
Der Sportplatz an der Essener Straße hat Tradition. Dort liefen in den Sechzigern Jürgen May und Siegfried Herrmann Welt- und E uroparekorde. Seit 2012 ist es eine moderne
Kunststoffanlage. Der Geraauenlauf ist wie gesagt auch ein Event. Viele Kinderläufe und Volksläufe über 4,4 km, 8,8 km und Halbmarathon
standen auf dem Programm, dazu verschiedene Kinderbespaßungen.. Ob es allerdings sinnvoll ist, bei Tageshöchsttemperaturen vom 28 Grad einen Halbmarathon um 12 Uhr zu starten, darf allerdings
bezweifelt werden, zumal diese Erwärmung recht plötzlich kam. Der Start für die 4 Kilometer war für 12:30 angesetzt, da stand ich dann mit 80 weiteren Personen am
Start. Vorher suchten alle noch irgendwie Schatten. Es wurde heruntergezählt und dann ging es los. Raus aus dem Stadion und dann auf den Parkweg in den Park. Der Weg führte zunächst nach Süden
und die Sonne stand hoch im Süden, also gab es kaum Schatten. Nach einem etwas schnelleren Anfang wurde der zweite Kilometer dann etwas langsamer. Vorbei am Nordbad, dann führte die
Strecke auch nach Norden. Hier gab es Wasser zur Erfrischung und ich hatte mich inzwischen auch auf die Wärme einstellen können und machte wieder etliche Plätze gut. Von vorne kam inzwischen die
schnellsten halbmarathonläufer. Die Nordkehre, wo wir wieder die Gera überquerten, war direkt an der Wahrschauer Straße. Die Halbmarathonis mussten hier die Straße überqueren und es war zu
sehen, dass der Verkehr sich etwas staute. Wie es mit der Tram gelöst war, weiss ich nicht. Ich kannte nun die letzten 600 Meter und meine eigentlich, ohne Endspurt auszukommen. Auf dem
Sportplatz galt es dann noch etwa 350 Meter auf dem Kunststoffoval zu laufen und am Eingang hatte ich noch einen jüngeren Mann überholt. In
der Schlusskurve meinte ich dann, auch noch eine Frau angreifen zu wollen und passierte sie etwa 20 Meter vor dem Ziel. Soviel zum Thema
“Keinen Endspurt”. Am Ende waren es für mich 21:02 Minuten, Rang 11 bei den Männern und in der M60 Tagesschnellster. Letzteres hätte sich
aber auch ohne Endspurt nicht geändert. Besagte Dame sprach mich später an, es war Susanne Bergter von der TU Ilmenau. Ich hatte sie am
Kickelhahn irgendwann überholt und sie sah mich in der Endphase des Rennens hinter mir, hoffte aber aufgrund des Vorsprunges , diesmal vor mir anzukommen.

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